Berichte
Aktive Jugendarbeit soll Personalmangel vorbeugen
Gederns Feuerwehrleute 2624 Stunden lang im Einsatz
(wk). 2624 Stunden lang waren die Feuerwehrleute der Stadt Gedern im vergangenen Jahr im Einsatz. Diese Zahl ging aus dem Jahresbericht von Stadtbrandinspektor Andreas Haas während der Versammlung aller Gederner Einsatzabteilungen im Dorfgemeinschaftshaus in Wenings hervor. Erfreulich sei, so Haas, dass die Zahl der Einsätze mit 64 im Vergleich zu den Vorjahren fast konstant geblieben sei.
Während sich die Zahl der Alarmierungen wegen Bränden oder technischen Hilfeleistungen erhöht habe, habe es keinen falschen oder böswilligen Alarm gegeben. Sechs Mal eilten die Kameraden den Feuerwehrleuten in Kefenrod, Hirzenhain oder Birstein zur Hilfe. Stolz könne vor allem die Kernstadtwehr auf ihre schnelle Ausrückezeit sein, erklärte Haas. Die liege durchschnittlich bei nur drei Minuten, das sei ein „super Ergebnis“. Die Tagesalarmstärke liege bei 16 bis 18 Personen, das sei landesweit überdurchschnittlich.
Weniger erfreulich sei der Blick auf die Zahl der Aktiven. „Wir mussten Ende des Jahres feststellen, dass sich die Zahl der Aktiven in den Einsatzabteilungen um neun Mitglieder reduziert hatte“, bilanzierte Haas. Das sei bei derzeit 223 Aktiven noch nicht so dramatisch, dennoch zeichne sich eine schleichende Entwicklung ab.
Dem Personalmangel versuche man mit einer aktiven Jugendarbeit zu begegnen. Das ging aus dem Bericht des Stadtjugendwarts Markus Holle hervor. Insgesamt seien in der Großgemeinde Gedern 56 Jungen und 14 Mädchen aktiv - zehn mehr als im Jahr davor. Sie seien auch bei Wettkämpfen auf Kreisebene und darüber hinaus erfolgreich. Die Jugendfeuerwehr aus Ober-Seemen verteidigte zum dritten Mal in Folge ihren Kreismeistertitel.
Nicht gerade ausgeprägt, so der stellvertretende Kreisbrandinspektor Michael Kinnel, sei das Interesse der örtlichen Politik an der Arbeit der Feuerwehren. „Wenn ihr die Versammlung vor drei Wochen, also vor der Kommunalwahl, abgehalten hätte, wäre der Saal voll gewesen.“ Kinnel berichtete anschließend über die Einführung des Digitalfunks. Dabei unterstrich er, dass es sich nur um die Einführung einer neuen Technik für den Sprechfunk handele. Bei der Alarmierung werde man weiterhin auf die vorhandenen Funkmeldeempfänger zurückgreifen.
Im Beisein des Ersten Stadtrats Klaus Bechtold und des Stadtverordnetenvorstehers Markus Heil überreichte Kinnel im Auftrag des Hessischen Innenministers Christian Ladner für 25 Jahre Dienst in der Feuerwehr Gedern das silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande.
Quelle: www.kreis-anzeiger.de (Wolfgang Kunert)