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Theorie und Praxis verbinden

Berufsfeuerwehr-Wochenende bietet Nachwuchs interessante Einblicke

GEDERN. Seit einigen Jahren ist es bei der Gederner Feuerwehr Tradition, dass die Nachwuchsabteilung Theorie und Praxis im Rahmen eines Berufsfeuerwehr-Wochenendes mit einander verbindet. So auch in diesem Jahr, als es für insgesamt 18 Jungen und Mädchen hieß, für drei Tage und zwei Nächte die elterliche Wohnung zu verlassen und in das Feuerwehrhaus einzuziehen.

Auf dem Programm der drei Tage standen neben den häuslichen Pflichten, wie Küchendienst und Aufräumarbeiten in der Unterkunft, auch theoretischer Unterricht. Diese Arbeiten wurden, wie im Tagesablauf einer echten Berufsfeuerwehr auch, durch "reale" Einsätze unterbrochen. Dabei ging es unter anderem darum, ein brennendes Fahrzeug abzulöschen, Personen aus Gebäuden zu retten und diverse kleinere Brände zu löschen. Alles wurde unter der Leitung und Aufsicht von Jugendwart Thomas Möstl und seinem Team vollzogen. Um die theoretische Aus- und Weiterbildung ebenfalls abwechslungsreich zu gestalten, hatte Möstl den Kreisausbilder Robert Winkler engagiert. Der widmete sich in einer der Unterrichtsstunden ausschließlich dem Thema Feuer, seine Entstehung und seiner Wirkung. Dabei demonstrierte er eindrucksvoll unter welchen Voraussetzungen Feuer überhaupt entsteht und wie rasch Flammen um sich greifen können. Besonders spannend fanden die Mitglieder der Jugendfeuerwehr dabei die Vorführungen von Winkler. Die Kinder zeigten sich angesichts der Beispiele beeindruckt. Wobei Winkler großen Wert darauf legte, immer wieder zu betonen, dass die von ihm gezeigten Experimente oder Vorführungen mit offenem Feuer niemals von den Jugendlichen selber praktiziert werden dürfen. Egal ob in einem Raum oder im Freien, unterstrich Winkler.

Dessen Einblicke in die Wirkung und Entstehung von Feuer, der übrige Unterricht an dem Wochenende, die diversen Einsätze und vor allem das soziale Verhalten in einer Gruppe, in der sich der eine auf den Anderen verlassen kann, ist in Gedern wie auch in Nachwuchsabteilungen anderer Feuerwehren inzwischen fester Bestandteil der Ausbildung in der Jugendfeuerwehr.

Quelle: Gederner Anzeiger vom 08.01.2012