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Gerätewarte und Einsatzkräfte mit großem Pensum

Ehrungen und Beförderungen bei Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gedern - Nachlassende Resonanz an Ausbildungsabenden bemängelt

GEDERN (ahe). Als "aufregend" bezeichnete Maic Neunert, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Gedern, in seinem Bericht das vergangene Jahr. Er ging bei der Hauptversammlung unter anderem auf die ungezählten Gespräche mit den Verantwortlichen bei der Stadt Gedern und im Wetteraukreis um den letztendlich doch verlorenen Kampf für den Erhalt der Atemschutzwerkstatt ein. "Zum Jahresende wurde unsere Atemschutzwerkstatt geschlossen. Seit dem 1. Januar übernahm die Atemschutzwerkstatt Bad Nauheim diesen Service", teilte Neunert mit und bemängelte, dass sich der zugesagte Hol- und Bring-Service bis heute nicht verwirklicht habe.
Desweiteren informierte er, dass aktuell 72 aktive Mitglieder ehrenamtlichen Dienst leisten. Die Alters- und Ehrenabteilung zählt 23 Mitglieder. Die Aktiven rückten zu 21 Brandeinsätzen und 21 Hilfeleistungen aus. Hinzu kamen zehn Fehlalarmierungen. "Während dieser Einsätze leisteten die Einsatzkräfte 668 Stunden", rechnete Neunert vor. Bei Brandsicherheitsdiensten leisteten 36 Kameraden rund 193 Stunden, bei Verkehrsdiensten etwa beim Faschingsumzug und den St. Martinsumzügen der Kindergärten waren 25 Kameraden 58 Stunden lang beschäftigt. Die Gerätewarte investierten 906 Stunden für Feuerwehrhaus, Kleiderkammer, Fahrzeuge und Gerätschaften.
Für Aus- und Weiterbildung brachten die Aktiven 1064 Stunden auf. Besonders zu erwähnen seien die Geländefahrerschulung sowie die Jahresabschlussübung in Kooperation mit den Johannitern auf dem Gelände der Segelflieger.
Neben den Standortübungen wurden Grund-, Maschinisten- und Sprechfunklehrgänge, Übungen in der Brandsimulationsanlage, Unterweisungen in der Motorsägenhandhabung und für Atemschutzgeräteträger, Seminare für Absturzsicherung, Gerätewarteschulung, technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen, Drehleitermaschinen- und Gruppenführerlehrgänge sowie Grundlehrgänge Jugendarbeit absolviert. "Leider ließ die Beteiligung an den Ausbildungsabenden nach, was auf die immer größeren Verpflichtungen gegenüber den Arbeitgebern zurück zu führen ist", bedauerte Neunert.
Jugendfeuerwehrwart Thomas Möstl teilte mit, dass 25 Kinder und Jugendliche, davon drei Mädchen, in der Jugendabteilung sind. Es fanden 283 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und 197 Stunden allgemeine Jugendarbeit statt. Hinzu kamen 492 Stunden Zeitaufwand der Jugendwarte und Betreuer für Vor- und Nachbereitungen von Übungen, Sitzungen sowie Aus- und Fortbildung. Als Aktivitäten nannte Möstl das Einsammeln der Christbäume, den Schwimmbadbesuch in Lauterbach, die Beteiligung am Umwelttag und das Mitwirken beim Fastnachtsumzug sowie die Großübung der Jugendfeuerwehren und das Zeltlager im Feriendorf Ober-Seemen, die Beteiligung am Gasse Määrt und das Spiel ohne Grenzen.
Auch Vereinsvorsitzender Hans-Albert Menzel legte Rechenschaft ab. Als geplante Investition nannte er die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens, nachdem der Feuerwehrverein den Kauf eines Jugendfeuerwehrzeltes und den Kauf der Regenjacken für die Jugendfeuerwehr bezuschusst hat. An Aktionen nannte Menzel den Feuerwehrball, dass Seefest und die Kirmes. Bezüglich des Seefestes kritisierte Menzel die Lautstärke des Open-Air, die Besucher mittleren Alters vertrieben habe und so erhebliche Umsatzeinbußen zur Folge hatte.
Weitere Aktionen waren die Teilnahme an Jubiläumsfesten befreundeter Wehren, die Beteiligung am Fastnachtsumzug des GCC, am Kartrennen des MSC und am Vereinsschießen des Schützenvereins, der Tagesausflug nach Köln, Grillfest und Radtour. Kritik von Seiten des Vorsitzenden wurde bezüglich der Dienstbereitschaft an diversen Veranstaltungen laut. Derzeit zählt der Feuerwehrverein 574 Mitglieder, 30 weniger als noch vor drei Jahren. Um die Jugendfeuerwehr und die Einsatzabteilung bei der Anschaffung von Ausrüstungsgegenständen weiterhin unterstützen zu können, beantragte der Vorstand, den Jahresmindestbeitrag von acht Euro auf zwölf Euro zu erhöhen. Bei einer Enthaltung stimmten alle Anwesenden dafür.
Bürgermeister Stefan Betz überbrachte seinen persönlichen und den Dank im Namen des Magistrats. "Ich weiß, mit wie viel Herzblut Sie Ehrendienst für Gedern leisten." Auch der stellvertretende Stadtbrandinspektor Stephan Lapp sparte nicht mit Dankesworten.
Kreisbrandinspektor Otfried Hartmann ehrte langjährige Feuerwehrmänner. Seit 25 Jahren leisten Jens Neunert und Markus Holle Dienst. Sie wurden mit dem Silbernen Brandschutzehrenabzeichen am Bande ausgezeichnet.
Zum Feuerwehrmann-Anwärter wurden Jan Philipp Haas, Andre Schmidt und Jaqueline Surner befördert. Zum Feuerwehrmann wurden Alexander Kröll, Lucas Blank, Felix Schmidt und Maximilian Reuel ernannt. Die Urkunden zum Jugendfeuerwehrwart und Stellvertreter wurden an Thomas Möstl und Felix Schmidt überreicht.
Zudem dankte Hans-Albert Menzel Klaus Neunert für dessen außerordentliches Engagement über viele Jahre hinweg und seine Leistungen als Stadtbrandinspektor, Jugendfeuerwehrwart und Vereinsvorsitzender mit der Ernennung zum Ehrenmitglied.

Quelle: www.kreis-anzeiger.de