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Einsatz 41/2019 Feueralarm

08.08.2019

Beim Brand einer Lagerhalle ist ein Schaden in Höhe von 300.000 Euro entstanden. Die Feuerwehren sind immer noch im Einsatz, die Landesstraße 3010 ist weiter gesperrt.

 

MITTEL-SEEMEN - Beim Brand einer Lagerhalle in Mittel-Seemen ist in der Nacht zum Donnerstag nach ersten Schätzungen ein Sachschaden in Höhe von 300 000 Euro entstanden. In der Halle waren landwirtschaftliche Fahrzeuge und Geräte sowie etwa 800 Strohballen untergebracht. Zur Brandursache war zunächst nichts bekannt. Menschen wurden nicht verletzt.
Das Feuer war laut Polizei am Mittwochabend gegen 22 Uhr ausgebrochen. Anwohner hatten es bemerkt. Als die Einsatzkräfte der Gederner Feuerwehren vor Ort ankamen, war die Halle in der Straße "Am Breiten Stein" bereits komplett in Flammen aufgegangen.
 
Weil die Stahlkonstruktion des 60x30 Meter großen Gebäudes durch die große Hitze des Feuers schon Schaden genommen hatte, entschieden sich die Einsatzkräfte, die Halle kontrolliert abbrennen zu lassen, berichtete der Gederner Wehrführer Maic Neunert dem Kreis-Anzeiger.
Erst gegen 5 Uhr morgens habe man damit beginnen können, das Feuer zu löschen. Die Arbeiten dauerten den ganzen Tag über an, Neunert rechnete am frühen Donnerstagabend damit, dass der Einsatz wohl nicht vor 22 Uhr beendet sein würde. Der Bauhof der Stadt Gedern hatte die Landesstraße 3010 zwischen Ober-Seemen und Mittel-Seemen in dieser Zeit komplett für den Verkehr gesperrt.
Bei dem "Totalschaden", so Neunert, wurden neben den Strohballen unter anderem auch ein Schlepper sowie mehrere Maschinen in Mitleidenschaft gezogen. Gegen Mittag rückte ein Kettenbagger an, der die Reste der Stahlkonstruktion einreißen und die Strohballen auseinanderziehen sollte, damit sie von den Feuerwehrleuten gelöscht werden konnten. Dessen Einsatz musste allerdings wegen eines technischen Problems zwischenzeitlich beendet werden. "Wir mussten eine 2.5-stündige Pause einlegen", berichtete Neunert. Erst nach dem Einbau eines Ersatzteils konnte es weitergehen.
 
Wegen des Feuers waren nicht nur alle Wehren der Stadt Gedern im Einsatz, sondern es wurden auch weitere Kameraden aus Büdingen und Hirzenhain angefordert, die im Pendelverkehr mit ihren Tanklöschfahrzeugen Löschwasser aus Ober-Seemen zur Unglücksstelle brachten, da die Wasserreserven in Mittel-Seemen zuneige gingen. Zwei Landwirte transportierten Wasser in ihren Güllefässern. Insgesamt waren laut Neunert seit Mittwochnacht um 22 Uhr im Schichtwechsel etwa 100 Feuerwehrleute im Großeinsatz. Mit Frühstück, Mittagessen und Abendessen versorgt wurden sie von zwei Frauen aus Mittel-Seemen.
Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Hinweise nimmt die Polizei in Büdingen unter der Rufnummer 06042/96480 entgegen,

 

 

Quelle: Kreis Anzeiger

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Einsatz 41/2019 Feueralarm