+++Akkumulatoren und deren schlummernde Gefahr+++

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Unser aktives Mitglied und Mitarbeiter beim städt. Bauhof, Nico Faltinsky organisierte am 20.05.2026 zusammen mit dem Geschäftsführer der karolit GmbH, Marcel Spiegel, einen Übungsabend der besonderen Art, an dem rund 40 Einsatzkräfte teilnahmen. 
Man widmete sich dem Thema "Lithium-Ionen-Akkus und deren Gefahren". Die Firma Karolit, welche international tätig ist und in Deutschland Verpackungslösungen für Akkus und Gefahrgut produziert und vertreibt, war bei uns zu Gast. Begonnen hat der Abend mit einer Powerpoint-Präsentation im Schulungsraum, dort stellte sich die Firma vor und verzweigte dann auch auf Themen wie Bleibatterien, deren Aufbau und Funktion, verschiedene Arten von Lithium-Ionen-Akkus, thermische Reaktion und damit möglicherweise entstehende exotherme Kettenreaktionen durch Kurzschluss, Überladung oder Beschädigung, Häufigkeit von Akkubränden, Löschmethoden und einiges mehr.

In Müll- und Recycling-Werken entstehen 30 Brände am Tag, welche durch Akkumulatoren verursacht werden. 20% von Akkubränden gehen auf das Konto der E-Mobilität, wovon 80% der Brände während des Ladevorgangs entstehen. E-Bikes sind davon ausgenommen, hier gibt es in Deutschland keine Statistik.

Doch was ist das gefährliche an einem Akkubrand? Akkubrände kann man nicht löschen, da sie bei der Verbrennung selbst Sauerstoff produzieren. Man kann das Brandgut lediglich kühlen und das am besten über einen längeren Zeitraum, E-Autos am besten in großen Wassercontainern oder grundsätzlich mit Hilfe von Wassernebel. Dabei ist darauf zu achten, dass das verseuchte Löschwasser nicht ins Grundwasser gerät. Besondere Gefahren sind zudem, dass Temperaturen über 1.000°C entstehen und das Brandgut wiederaufflammen kann, weshalb die Kühlung über einen längeren Zeitraum erfolgen muss. Zudem sollten ausgasende Elektrolytdämpfe vom Löschmittel neutralisiert werden.

Deswegen gilt bei der Verwendung von Akkus besonders darauf zu achten, dass man mechanische Schäden an Akkus vermeidet (Stürze), nur geeignete Ladegeräte verwendet und eine Überladung vermeidet, Akkus bei moderaten Temperaturen gelagert werden und nicht bspw. bei hohen sommerlichen Temperaturen im Pkw, beschädigte Akkus sofort dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden und der Transport und die Lagerung von Akkus in speziellen Verpackungen erfolgt (aus Glasfaser, Silicatfaser, Blähgas, Vermiculite, Steinwolle oder keramischen Fasern bestehend).
Beim praktischen Teil stellten wir mechanische Beschädigungen an Akkus in verschiedenen Ladezuständen und in verschiedener Quantität in speziellen Transportboxen oder auch ohne diese nach. Die Bilder und der Film zeigte bereits, was dabei passierte. Also, schaut nochmal in Euren Schränken, Kellern oder wo auch immer ob sich Akkus irgendwo verstecken, die vielleicht schon aufgebläht sind oder Flüssigkeiten austreten, dann gilt, sofort aus dem Haus damit.

Noch Fragen offen? Dann schreib uns gerne.

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